Die UK Gambling Commission hat nach der Überprüfung eines Pilotprojekts zur finanziellen Risikobewertung Bedenken hinsichtlich von Lücken bei der Identitätsverifizierung bei lizenzierten Anbietern geäußert. Die Direktorin für große Politikprojekte und Evaluation, Helen Rhodes, und die Senior Policy Officer Sarah Webster stellten die Ergebnisse in einer regulatorischen Analyse vom 13. August 2026 vor.
Verifizierungsstandards und Anbieteranforderungen
Die Analyse der Aufsichtsbehörde ergab, dass Kreditbüros einen Teil der Kundenakten nicht erfolgreich abgeglichen haben. Rhodes und Webster wiesen darauf hin, dass unvollständige oder ungenaue Identifikationsdaten sowie prozedurale Lücken zu diesen Nichtübereinstimmungen beitrugen, insbesondere bei Konten mit hohem Wert. Die Überprüfung identifizierte zudem Inkonsistenzen darin, wie Verifizierungsanbieter von Drittanbietern mit der Sensibilität und Genauigkeit von Daten umgehen.Die Kommission stellte fest, dass unterschiedliche Toleranzniveaus der Anbieter zur Einführung von „Fuzzy-Matching“-Verfahren geführt haben. Dieser Ansatz ermöglicht es Kunden, sich mit teilweisen oder nicht bestätigten Zugangsdaten zu registrieren. Häufige Diskrepanzen umfassen die Erfassung von Initialen statt vollständiger gesetzlicher Namen, die Verwendung von informellen Spitznamen und die Angabe von Geschäftsadressen anstelle von Wohnadressen.
Von den Anbietern wird erwartet, dass sie während der Spielerregistrierung robuste Verifizierungsverfahren aufrechterhalten, obwohl die Aufsichtsbehörde keine Erweiterte Sorgfaltspflicht (Enhanced Due Diligence) in der ersten Onboarding-Phase vorschreibt. Die Kommission erklärte, dass die aktuellen Praktiken den Anforderungen der Lizenzbedingung 17 nicht genügen.
Finanzielle Risikobewertungen erhielten im Juli 2026 nach Konsultationen mit der Branche die behördliche Genehmigung.